• Verrechnungspreise: Der interne Fremdvergleich im Lichte der künstlichen Intelligenz

    Verrechnungspreise beschreiben Wertansätze für den Güter- und Dienstleistungsaustausch innerhalb von Unternehmen und Konzernen, welche nicht über Angebot und Nachfrage freier Märkte koordiniert werden. Sie sind vielmehr Subjekt einer zweckorientierten Bewertung durch Unternehmen. Aus der steuerlichen Perspektive sollen Verrechnungspreise hierbei das Ergebnis der Preissetzung zwischen fremden Dritte modellieren (Fremdvergleichsgrundsatz). Oftmals bilden Verrechnungspreise einen Schwerpunkt in steuerlichen Betriebsprüfungen bei multinationalen Unternehmensgruppen. Häufiger Ausgangspunkt kontroverser Diskussionen zwischen Unternehmen und Finanzverwaltung ist dabei insbesondere die Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes „der Höhe nach“ (sog. Angemessenheitsdokumentation).

  • Blockchain – Anwendungsfelder im Steuerbereich

    Technische Entwicklungen verlaufen häufig nicht geradlinig, sondern wellenförmig, und unterliegen auch nicht selten modischen Überhöhungen („Hypes“). Der Auslöser für den Blockchain-Hype kann auf das Jahr 2008 datiert werden, in dem unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ das 9-seitige Papier „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ im Internet publik wurde. Wer sich hinter dem Namen verbirgt, ist bis heute unbekannt. Gleichwohl hat die in diesem Papier beschriebene virtuelle Währung und die damit verbundene Basistechnik, die heute allgemein als Blockchain bezeichnet wird, Furore gemacht.

  • Nutzung vorhandener Prozessevaluationen für Zwecke der Tax Compliance

    Der viel kommentierte BMF Anwendungserlass zu § 153 AO vom 23.05.2016 (vgl. hierzu etwa Wessing, Tax Compliance, TLE-010-2018, Schanz, Tax Compliance, TLE-39-2017) ist in seiner Form so minimalistisch, wie die Auslegungsbreite weit gefächert ist: Gemäß Rz 2.6 kann ein eingerichtetes innerbetriebliches Kontrollsystem, „das der Erfüllung der steuerlichen Pflichten dient“ ein Indiz gegen das Vorliegen von Vorsatz oder Leichtfertigkeit sein. In welcher Weise ein solches System jedoch ausgestaltet sein soll, bleibt zunächst offen. Unternehmen können frei entscheiden, ob auch digitale Prozessprüfungen genutzt werden können, um Steuercompliance herzustellen.

  • TaxTech: Der Weg zum zweiten Maschinenzeitalter in der Steuerwissenschaft

    Der Markt für juristische Dienstleistungen verändert sich grundlegend. Ob Prozessmanagement über die Referenzmodellierung, das Process Mining, Deep Learning oder Robotic Process Automation zur Künstlichen Intelligenz, allesamt Themenfelder mit den sich Steuerabteilungen zunehmend beschäftigen.

  • BlockChain und Tax Compliance, was steckt hinter diesen neuen Begriffen?

    Nach den Schätzungen der EU-Kommission entgehen den EU-Staaten jährlich über 60 Mrd. EUR Umsatzsteuereinnahmen durch verschiedene Arten von Steuerbetrügen. Ursache für diesen Missstand sind unter anderem sogenannte Karussellgeschäfte, die es einem Unternehmen ermöglichen, aufgrund der fehlenden Transparenz für länderübergreifende Transaktionen (Umsatz)Steuern zu unterschlagen. 

  • „Google Tax Trends“: Können Unternehmen aus der Vorhersage von Steuerskandalen mittels Big Data einen Nutzen ziehen?

    Als Paradebeispiel für Möglichkeiten durch Big Data gilt ein in der Nature 2009 (Ginsberg et al. 2009) vorgestellter Ansatz zur Vorhersage von Grippewellen: Anhand der Häufigkeit stark mit dem Auftreten einer Grippe korrelierender Google-Suchbegriffe (wie etwa typischen Symptomen), sollte es möglich sein, Ort und Zeit des Ausbruchs zu prognostizieren. Kann diese Methode auch in der Steuerwelt von Nutzen sein?