• Peter Fettke

    Der TaxTech-Würfel und das TaxTech-Haus zur digitalen Transformation der Steuerfunktion

    Zurzeit steht die Steuerfunktion vielfältigen neuen fachlichen Herausforderungen gegenüber, wie beispielsweise höheren Anforderungen an die Steuer-Compliance und einer zunehmenden Deregulierung des Steuermarktes, die einen Bedarfssog an neuen technischen Lösungen bewirken. Neben diesem Bedarfssog treiben innovative Informationstechniken zukünftige Innovationen voran. Hier sind vor allem zu nennen: Die digitale Verarbeitung sämtlicher Daten („Big Data“), leistungsfähigere und kostengünstigere Computer bei gleichzeitiger Verkleinerung der Geräte und schnellere Datenkommunikation, mobile Endgeräte sowie Smartphones. 

  • Hanno Durth

    Die unerwünschten Untermieter des Syndikusrechtsanwalts

    Der als Generalist ausgerichtete Syndikusrechtsanwalt ist in einer Vielzahl von Rechtsgebieten tätig. Diese reichen vom Arbeits-, Gesellschafts- und Konzernrecht über Datenschutz und IT-Rechtsfragen bis hin auch zu steuerstrategischen Fragestellungen. Die daraus resultierenden Risikofelder und Anforderungen an einem Compliance-konformen Verhalten der Syndizi sind beachtlich.

  • Christian Schwarz

    Verrechnungspreise: Der interne Fremdvergleich im Lichte der künstlichen Intelligenz

    Verrechnungspreise beschreiben Wertansätze für den Güter- und Dienstleistungsaustausch innerhalb von Unternehmen und Konzernen, welche nicht über Angebot und Nachfrage freier Märkte koordiniert werden. Sie sind vielmehr Subjekt einer zweckorientierten Bewertung durch Unternehmen. Aus der steuerlichen Perspektive sollen Verrechnungspreise hierbei das Ergebnis der Preissetzung zwischen fremden Dritte modellieren (Fremdvergleichsgrundsatz). Oftmals bilden Verrechnungspreise einen Schwerpunkt in steuerlichen Betriebsprüfungen bei multinationalen Unternehmensgruppen. Häufiger Ausgangspunkt kontroverser Diskussionen zwischen Unternehmen und Finanzverwaltung ist dabei insbesondere die Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes „der Höhe nach“ (sog. Angemessenheitsdokumentation).

  • Carmen Bachmann

    Steuerliche Betriebsprüfung und Tax Compliance

    Digitalisierung im Steuerbereich ist eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits verbessern technologische Möglichkeiten den Spielraum für ein ausgereiftes Tax Compliance Management System (TCMS) auf Seiten des Steuerpflichtigen. Andererseits führen digitale Prüfmethoden bei der Finanzverwaltung zu mehr Potenzial steuerliches Fehlverhalten aufzudecken.

  • Thomas Egner

    ICAP 2.0 unter Beteiligung Deutschlands

    Am 29.03.2019 hat das OECD Forum on Tax Administration bekannt gegeben, dass das ICAP-Pilotprojekt in einer zweiten Runde von acht auf 17 Länder ausgedehnt wird. Gleichzeitig wird der Verfahrensablauf modifiziert und in einem neuen „Joint Audit Handbook“ beschrieben. Nachdem Deutschland in der ersten Pilotphase nur einen Beobachterstatus eingenommen hat, weil Bedenken bestanden, ob das Verfahren mit dem deutschen Recht im Einklang steht, nimmt Deutschland an der zweiten Runde (ICAP 2.0) teil.

  • Ludwig Rummel

    TAX-Compliance Management System – ein strategischer Baustein für Unternehmen

    Im Rahmen der TAX Compliance geht es darum sicherzustellen, dass die Organisation des Steuerpflichtigen so aufgestellt ist, dass alle steuergesetzlichen Verpflichtungen aus Gesetz, Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen erfüllt und letztlich die anfallenden Steuern und steuerlichen Nebenleistungen in der richtigen Höhe, zur richtigen Zeit und an den richtigen Gläubiger entrichtet werden. Für diese Zwecke ist es hilfreich, ein separates Tax Compliance Management System als internes Kontrollsystem einzuführen, mit dessen Hilfe die Einhaltung dieser steuergesetzlichen Verpflichtungen sichergestellt werden kann.

  • Robert Risse

    Zur Automatisierung von Tax Compliance

    Die aktuellen Diskussionen wie die über die Einführung eines Tax Compliance Management Systems (IDW Prüfungsstandard 980 vom 31.05.2017) oder die sogenannte „begleitende Kontrolle“(Begleitende Kontrolle §§ 153a bis 153g BAO, Sopp, K. SWI 2018, S. 604-616) in Österreich beziehen sich auf die Steuerprozesse an sich sowie auf den technischen Entwicklungsschub, beschrieben als Digitalisierung. Dabei wachsen die Gestaltung von Prozessen und Fragen nach Corporate Governance als Innenrecht der Unternehmung sowie das Risiko-Management und Compliance (GRC) zusammen.

  • Rainer Spatscheck

    Tax Compliance Management Systeme – Lästige Pflicht oder Chance für Unternehmen?

    Das „ob“ und „wie“ ein Tax Compliance Management System (TCMS) einzuführen, beherrscht derzeit die aktuelle Diskussion in den Steuerabteilungen solcher Unternehmen, die bislang auf ein TCMS verzichtet haben. Dabei werden TCMS zu Unrecht häufig als überflüssige Belastung verstanden, weil mit ihnen weitere Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten hinzukämen. Tatsächlich bieten auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene, risikoorientierte TCMS die Chance, Prozessabläufe zu verschlanken, Kompetenz am richtigen Platz zu konzentrieren und somit Schwächen, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben, zu eliminieren. Das wiederum kann sogar zu Kosteneinsparungen beitragen.

  • Dirk Petri

    Anforderungen an ein Tax-Compliance-System

    Eine einheitliche Definition für den Begriff Tax-Compliance hat sich noch nicht herausgebildet. Das Begriffsverständnis variiert daher vor dem Hintergrund desjenigen, der den Begriff Tax-Compliance benutzt.

  • Markus Adick

    Strafbarkeitsfalle Unternehmenssteuern – Tax Compliance als Ausweg?

    Im Unternehmen gehören steuerliche Verfehlungen mehr denn je zu den größten rechtlichen Risikofaktoren für Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter. Seit einigen Jahren verschärfen sich die rechtlichen Rahmenbedingungen stetig. Exemplarisch ist auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 15.05.2018 (1 StR 159/17) zu verweisen. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass auch Mitarbeiter eines Unternehmens strafrechtlich als Bande angesehen werden können. Mit der Folge, dass sich der Strafrahmen für Steuerdelikte von fünf auf zehn Jahre erweitert. Sichere Häfen für berufliches Handeln existieren im Steuerstrafrecht nicht. Vielmehr sind klassische strafrechtliche Bewertungsmuster, die üblicherweise auf organisierte Kriminalität angewendet werden, in der Unternehmenswelt angekommen.